United We Stream Upper Rhine geht online

„United We Stream“ ist ein Projekt, das von der Berliner Clubcommission initiiert wurde. Die Idee: Die Clubs, Bars, Musikerinnen, Kunstschaffenden und Veranstalterinnen einer Stadt oder Region finden sich zusammen und streamen gemeinsam von unterschiedlichsten Orten ein abwechslungsreiches Programm. Verbunden mit den Streams ist ein Spenden-Kampagne.

Gemeinsam soll Geld gesammelt werden für einen Härtefond für existenziell bedrohte Clubs und Läden, die mit dem Nachtleben assoziiert sind. Inzwischen breitet sich die „United We Stream“ europaweit aus: Sei es Manchester, Wien, Hamburg, Leipzig, München, Amsterdam, Stuttgart und jetzt auch hier vor Ort in Südbaden: upper-rhine.unitedwestream.org

„United We Stream Upper Rhine“ umfasst Basel, Freiburg, Kehl, Offenburg und Karlsruhe. Gemeinsam wollen wir bis zur Wiedereröffnung der Nachtgastronmie gemeinsam jede Woche aus den verschiedensten (leeren) Nachtkulturstätten der Region streamen. Teilweise von einem Ort, geplant sind aber auch bereits kuratierte Streams aus verschiedenen Städten des „Upper Rhine“. Auf dem Programm steht alles, was unsere Bühnen zu bieten haben: von Konzerte und DJanes bis hin zu Lesungen oder Diskussionen. Als selbst gestecktes Ziel werden wir versuchen, 50 Prozent der Streams von Frauen* zu quotieren.
Aus den so gesammelten Geldern der Starnext-Kamapgne werden die Kosten für die Streams finanziert, 10 Prozent werden an eine Geflüchtetenorganisation in Lesbos gespendet und der Rest fließt in den regionalen Härtefond. An diesen können Nachtgastronomien Anträge stellen, über diese von einer unabhängigen Jury entschieden wird.Die Streams, begleitet von Visuals, werden in Fernsehqualität aufgezeichnet und teilweise auch bei arte ausgestrahlt.

Das Nachtleben befand sich schon vor der Coronakrise in keinem guten Zustand. 
Das Clubsterben reduzierte in Freiburg die aktive und kreative Sub -und Popkulturszene auf wenige Orte. Ähnliche Phänomene finden sich in den umliegenden Städten am Oberrhein. Durch die voraussichtlichen monatelangen Schließungen stehen die Existenz vieler dieser Kulturorte auf dem Spiel.
Mit den Verordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie kam das Nachtleben komplett zum Erliegen. 
Wie sich in der Vergangenheit bereits so oft gezeigt hat, gelten diese Orte noch nicht mal als Kulturorte im rechtlichen Sinn, sondern als Vergnügungsstätte. So werden sie in möglichen Kulturrettungspakten so gut wie nicht mitgedacht.

Für eine junge Stadt wie Freiburg sind sie ein klarer Standortfaktor und für die Attraktivität dieser Stadt systemrelevant. Ähnliches dürfte für die umliegenden Städte gelten.
Mit „United We Stream Upper Rhine“ wollen wir hier selbstorganisiert aus der Szene Abhilfe schaffen und freuen uns bereits über eine breite Unterstützung.Los geht es am Samstag den 9. Mai um 19h live mit Fatcat aus der Mensabar und ab 21 h mit KurtSwag aus dem Café Pow, mit Jan x Neu. Das kommende Programm ist unter upper-rhine.unitedwestream.org zu finden.

Wir danken unseren Partnern Kranz Vilm und der subculture Medienagentur. Ohne ihre Unterstützung wäre das Projekt nicht möglich.