United We Stream Upper Rhine zieht eine erste Zwischenbilanz

Mit diesem Wochenende geht United We Stream Upper Rhine in die 6. Woche der Streams. Zeit für uns eine erste Bilanz zu ziehen. Wir haben das Projekt initiiert mit dem Anspruch aus Clubs von Karlsruhe bis Basel zu streamen und die Clubkultur der Region sichtbar zu machen. 
Das ist uns weitestgehend gelungen. Da ein Großteil unseres festen Teams aus Freiburg kommt, hat sich jedoch der Schwerpunkt unsere Veranstaltungen hier entfaltet. Nichtsdestotrotz hatten wir bereits Streams aus Kehl, Offenburg und Karlsruhe in unserem Programm und sind weiterhin mit Akteuren aus der Region im Gespräch. 

LOCATIONS 
Insgesamt hatten wir bisher aus 11 unterschiedlichen Locations 12 Streams. Dazu gehören in Freiburg: Slow Club, Artik, Cafe Pow, Bar am Funkeneck, MensaBar, eine Secret Location sowie die Bretterbude. Bereits geplant sind Streams aus The Great Räng Teng Teng, Café Atlantik, einer Werkstatt, dem Kulturaggregat und dem Still ill.  
In Offenburg haben wir aus dem Circle Club gestreamt und in Kehl aus dem Kulturhaus. In Karlsruhe waren es das Zentrum für Medien und Kultur und der Gotec Club. Geplant sind weitere Streams aus dem Kulturhaus Kehl, dem Jazzclub Karlsruhe und einem Outdoorstream ebenfalls aus Karlsruhe. 

KÜNSTLER*INNEN
Unser breit aufgestelltes und abwechslungsreiches Programm haben wir die letzten Wochen bestritten mit insgesamt 2 Bands, 2 Liedermacher*innen, 3 Live Noisemusiker*innen, 36 DJ*s und Dj* Teams und 5 visuellen Künstler*innen eine Bühne geboten. Es freut uns besonders, dass wir auch die Labelnight mit Compost Records aus dem ZKM Karlsruhe in Kooperation mit Arte Concerts hosten durften. 
Geplant sind bereits jetzt eine Vielzahl an weiteren Bands, Liedermacher*innen, Rapper*innen, Musiker*innen und Dj*s. Größtenteils kommen und kamen diese aus unserer Region. Vereinzelt waren auch bereits Acts aus Berlin, Wien, Mannheim, Lübeck, Frankfurt oder München dabei. 

QUOTIERUNG
Unserem Anspruch mindestens 50 Prozent der Streams von Künstlerinnen zu bespielen, haben wir trotz großer Bemühungen leider nicht ganz erreicht. Von den insgesamt 61 beteiligen Kunstschaffenden waren bisher nur insgesamt 11 Frauen*. „Obwohl wir viel versucht haben, um das Ziel zu erreichen, ist das Ergebnis ernüchternd“ Savana Bonfig “Wir hoffen bis zu unserer geplanten Sommerpause diese Quote von knapp 1/5 noch zu verbessern und werden uns nochmals intensiv mit dieser Thematik öffentlich auseinandersetzen.“ 

SPENDEN
Spenden sind insgesamt 985 Euro eingenommen worden. Das heißt im Schnitt pro Stream 82 €. Hier liegen wir deutlich hinter unseren Erwartungen zurück.
Dazu Jule Landenberger aus dem Presseteam: „Die sich abzeichnende unsichere wirtschaftliche Situation vieler schlägt sich, im Vergleich zum Beginn der Pandemie, nun auch in der Spendenbereitschaft, beziehungsweise -möglichkeit ab“.  

NETZWERK 
Was wunderbar funktioniert ist die Vernetzung der verschiedenen Akteure aus den unterschiedlichen Städten und die damit gelebte Solidarität unseres Crosspostingnetzwerkes mit einzelnen Clubs aus der Region wie auch weiteren United We Stream-Standorten. 
Dieses Netzwerk sorgt dafür, dass wir pro Stream tausende Zugriffszahlen aus unserer Region auf den verschiedenen Plattformen verzeichnen können. Auch im Nachgang werden unsere Streams gerne angeschaut.
Die Stimmung im Team und mit den Locations und auftretenden Musikschaffenden ist super“ so Savana Bonfig, „Wir haben das Gefühl, dass wir hier als Nachtlebensakteure zusammenwachsen und von der Synergie und Vernetzung auch in Zukunft profitieren werden“.  

PARTNER
Auch unsere Medienpartnern fudder.de, dem Subculture Magazin und dem Chilli Magazin sei hier ganz herzlich gedankt. 
Dieser Dank gilt auch unseren Streamingpartnern Kranz Vilm Freiburg, Langmatt Filmproduktion aus Offenburg, Heiko aus Kehl, Moritz Bross Medien und Felix Groteloh aus Freiburg. Ohne euch und eurer aktiven und großzügigen Unterstützung wäre das alles nicht möglich. Wir wollen auch im Namen der bisher aufgetretenen Künstler*innen uns hiermit bedanken. 

AUSBLICK
Geplant sind weitere Streams bis Mitte Juli, dann wollen wir in eine Sommerpause gehen. Der überregionale Zusammenschluss soll jedoch damit nicht enden.
Denn die Spielstätten, Clubs und Nachtgastronomen der Region sind von er Pandemie nach wie vor stark betroffen und kämpfen mit dem wirtschaftlichen Überleben. Ob die bisherigen Hilfen von Bund, Land und Kommunen ausreichen, um das in der Region schon vor der Pandemie grassierende Spielstättensterben nicht zu beschleunigen ist unsicher.  
Wir wollen uns auch als organisierter Fürsprecher der regionalen Clubs und Spielstätten weiter engagieren, unabhängig von den Streams“ so Jule Landenberger. „Wir streben einen landesweiten Zusammenschluss auch mit United We Stream Rhein Neckar uns Stuttgart an, um auf kommunaler und Landesebene gemeinsam für die Belange und Förderung des Nachtlebens einzutreten“.